Unterschiede zwischen PKV und GKV
Seit Jahren beschleicht gesetzlich Versicherte das Gefühl, in einer Zweiklassengesellschaft zu leben. Egal ob es um Behandlungstermine oder -methoden geht, fast immer fühlen sich gesetzlich Versicherte gegenüber Privatpatienten benachteiligt. Doch auch eine private Krankenversicherung hat nicht nur Vorteile. Zum einen kann sie über die gesamte Lebensdauer des Versicherungsnehmers schnell teurer werden, als die gesetzliche Krankenversicherung. Das liegt daran, dass mit zunehmendem Alter aufgrund des steigenden Krankheitsrisikos und der damit verbundenen Behandlungskosten die Versicherungsprämien immer weiter steigen. Ein junger Mensch zahlt bei der PKV also wesentlich niedrigere Beiträge als ein älterer Mensch – bei gleichem Leistungsumfang. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung hingegen sind die Beiträge unabhängig vom Alter des Versicherten. Ein weiterer Nachteil ergibt sich vor allem für Frauen und Familien: während Kinder oder ein nicht versicherungspflichtiger Ehepartner bei der gesetzlichen Krankenversicherung über die Familienversicherung mitversichert sind, muss bei der privaten Krankenversicherung jedes Familienmitglied einzeln versichert werden. Schon beim ersten Kind können sich so leicht Zusatzkosten von über tausend Euro im Jahr ergeben, die alle vermeintlichen Kostenvorteile einer privaten Krankenversicherung zunichte machen. Jeder Verbraucher sollte daher genau abwägen, was für ihn wichtiger ist: liegt die Prämisse auf den niedrigeren Kosten, spricht einiges für eine gesetzliche Krankenversicherung, soll hingegen der Versicherungsschutz so umfassend wie möglich sein, führt derzeit kaum ein Weg an der privaten Krankenversicherung vorbei.
